1. Preis Entwicklungsachse Durlacher Allee Karlsruhe

1. Preis Entwicklungsachse Durlacher Allee Karlsruhe

Die Arbeit des Teams berchtoldkrass / STUDIO . URBANE STRATEGIEN / RMP Stephan Lenzen / diewald_bauingenieure wurde von der Jury am 07. März 2013 einstimmig mit dem 1. Preis ausgezeichnet und als Grundlage für die weitere Bearbeitung empfohlen. Im Rahmen des Pressetermins am 8. März wurden die Arbeit und die Beurteilung der Jury vorgestellt.

Die Durlacher Allee ist als Hauptzufahrtsstraße von der Autobahn A5 für die Karlsruher Kernstadt und für den Stadtteil Durlach eine der wichtigsten Stadteinfahrtsstraßen nach Karlsruhe. Der Karlsruher Masterplan 2015 benennt im Handlungsfeld Stadtbild/Städtebau die Aufwertung der Stadteingänge als wesentliches Leitprojekt der Stadtentwicklung der nächsten Jahre. Zusammen mit den Entwicklungsflächen beidseits der Durlacher Allee soll in einem mehrstufigen Planungsprozess ein Handlungskonzept für diese Entwicklungsachse erarbeitet und damit die Stadteingangssituation aufgewertet werden.

Ein stabiles Grundgerüst & starke lebendige Stadträume
Rahmenkonzept Entwicklungsachse Durlacher Allee

Das Rahmenkonzept Entwicklungsachse Durlacher Allee wertet die Gestaltung einer der wichtigsten Karlsruher Stadteinfallstraßen auf und bindet gleichzeitig gezielt die angrenzenden Stadträume mit ihren Entwicklungs- und Transformationsflächen in eine gesamthafte Konzeption ein.

Das stabile Grundgerüst für die zukünftige Entwicklung besteht aus drei eigenständigen Spangen unterschiedlicher Funktion und Gestaltung, die durch Sprossen zu einem Freiraumsystem verbunden und mit der Umgebung vernetzt werden: die Durlacher Allee als attraktiver Straßen- und Stadtraum als zentrales Element, die Quartiersachse über die Gerwigstraße im Norden sowie die SüdostParkSpange als hochwertige Freiraumsequenz im Süden.

Entlang dieser drei Spangen entwickelt das Rahmenkonzept spezifische Lösungen für die angrenzenden Flächen entsprechend ihrer Lage, Zugehörigkeit, Voraussetzungen und Stärken:

In den Kernräumen stehen Nachnutzungs- und Stadtergänzungsprojekte im Vordergrund. Daneben können bestimmte Stadträume durch geschickten Flächentausch zukünftig besser genutzt, gestaltet und in die Situation integriert werden. Einer dieser Flächentausche ist die Verlagerung des Messplatzes als ganzjährig nutzbarer, multifunktionaler Bestandteil des Otto-Dullenkopf-Parks und die anschließende Bebauung des alten Messplatzes als neuer Stadteingang.

Der Übergangsraum vermittelt zwischen Grünraum und Innenstadt und definiert eine neue hochwertige Adresse im Stadteingangsbereich von Karlsruhe. Neben Bereichen produktiver Nutzung finden hier zukünftig auch hervorragend erschlossene Stadtbausteine mit hoher Lebensqualität für Arbeiten, Wohnen und Freizeit ihren Platz: Auf dem Gelände des heutigen Gleisbauhofs entsteht als Entwicklungsinitial und -katalysator ein topografisch modellierter Park mit einem fünf Hektar großen See, der auch Teil der SüdostParkSpange ist. Zwischen See und Durlacher Allee spannt sich an diesem außergewöhnlichen Ort ein neues urbanes Quartier mit lebendiger Nutzungsmischung auf.

Der Grünraum der Kinzig-Murg-Rinne wird dauerhaft erhalten und gestärkt. Die vorhandenen Siedlungsinseln werden in ihrer Kompaktheit weiterentwickelt und durch Grünsäume eingefasst. Durchgängige Freiraum- und Wegebeziehungen verknüpfen die Landschaftsräume mit den angrenzenden Siedlungskörpern.

Team: STUDIO . URBANE STRATEGIEN mit berchtoldkrass space&options,
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, diewald_bauingenieure
Auftraggeber: Stadt Karlsruhe
Zeitraum: 2012 -
Länge / Bauvolumen: 4km, Entwicklungsflächen ca. 60ha
Bearbeitung: Planungswerkstatt nach Präqualifikation, 1. Preis

Die Arbeiten der drei Teams werden ab dem 12.03.2013 im architekturschaufenster Karlsruhe in der Waldstraße 8 ausgestellt. Die Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, den 12.03.2013 um 20 Uhr.

>> Informationen zur Planungswerkstatt im Internet
>> zum Projekt