Zollhofareale Kehl und Strasbourg / D, F

Städtebaulicher Entwurf für die Konversion der ehemaligen Zollhofareale, des Jachthafens sowie der Großherzog-Friedrich-Kaserne

Aus den Zollhofarealen werden urbane Stadtbausteine am Wasser
Die Transformation der ehemaligen Zollhofareale beidseits des Rheins nimmt die Dualität als Potenziale auf.  Die ehemaligen Zollhofareale verändern nicht nur ihre Gestalt sondern auch ihre Wahrnehmung und Rolle in den jeweiligen Städten. Sie sind nicht mehr Symbole der Trennung sondern nun Orte der Begegnung, ohne die Geschichte des Ortes zu negieren. Im Bereich der Zollhofareale verdichtet sich – wie auf der landschaftlichen Ebene bereits in der Landesgartenschau ‘Jardin des Deux Rives‘ erprobt und erfolgreich etabliert – in Zukunft der Kontakt zwischen beiden Seiten. Die geplante Straßenbahn mit der neuen Rheinbrücke und den damit entstehenden Fuß- und Radwegeverbindungen stößt diesen Prozess an. Die städtebauliche Neustrukturierung und Transformation der einstmals aus dem Stadtalltag ausgeklammerten Uferbereiche ergänzt die physische Verbindung durch neue architektonische, visuelle und programmatische Bezüge.

Aus der Großherzog-Friedrich-Kaserne und dem Jachthafen entwickelt sich ein neues gemischtgenutztes Stadtquartier
Die Entwicklung eines neuen Quartiers auf dem Gelände der Großherzog-Friedrich-Kaserne bedeutet Kehl über die Bahntrasse nach Norden in zu denken und das ehemalige Kasernenareal an den Rhein zu bringen. Diese Verknüpfung nach Süden zum Stadtzentrum und nach Westen zum Wasser bildet die Basis für ein neues, attraktives und eingebundenes Stadtquartier. Die Trennung der Hafenstraße zwischen Yachthafen und Kaserne wird aufgehoben und der Bereich für eine attraktive Wasserlage gewonnen. Freiraumzonen als grüne und blaue Achsen gliedern das neue Quartier am Wasser und bieten vielfältige Nutzungsangebote für Freizeit, Spiel, Sport und Erholung.

Ein Fluss, unterschiedliche Ufer, eine Promenade
Beide Städte – Kehl und Straßburg – verfügen bislang über keine direkte Uferbebauung am Rhein. Die Landesgartenschau entwickelte zu beiden Seiten einen Uferpark und erschloss das Rheinufer für die Bevölkerung. Im Bereich der Zollhofareale wird nun erstmals auch die Bebauung enger an das Ufer rücken und bildet dadurch neben dem landschaftlichen Ufer auch eine neue urbane Uferkante aus. Hier verdichten sich die Bebauung und auch die Nutzungsaktivitäten.

Verfasser: STUDIO . URBANE STRATEGIEN
mit ASTOC Architects and Planners und snow landschaftsarchitekten
Auftraggeber: Stadt Kehl und Stadtgemeinschaft Straßburg
Zeitraum: 2013
Fläche / Bauvolumen: 20ha
Programm: urbane mischgenutzte Quartiere, Uferpark
Bearbeitung: nichtoffener städtebaulicher Realisierungswettbewerb, Teilnahme