Ortsmitte Grötzingen

Planungswerkstatt zur Qualifizierung der Ortsmitte Grötzingens

Die Schaffung einer Ortsmitte mit Qualitäten für das Alltägliche wie auch die Kulturmeile im Besonderen sowie die Einbindung der öffentlichen Nutzungen im Umfeld beschreiben die Zielsetzung der Entwicklung. Hierzu war es zunächst notwendig, die räumliche Definition der Ortsmitte zu überprüfen. Die Wünsche der Grötzinger Bürger nach einem Ort des Aufenthalts, eines Treffpunkts und eines Zentrums des Dorflebens flossen in diese Bewertung mit ein. Die Ortsmitte als zentraler öffentlicher Platzraum muss in Größe und Gestaltung den Bedürfnissen und Potenzialen Grötzingens entsprechen, in diesem Sinne Aktivität und Programm konzentrieren, um einen kraftvollen und gut nutzbaren Ort auszubilden. Die Entwicklung des Niddaplatzes als zweiten Platz in der zentralen Ortsmitte scheint vor diesem Hintergrund als schwierig. Aktivität und Frequenz von Nutzern und Nutzungen würden sich in dieser Doppelung schwächen. Sowohl Rathausplatz als auch Niddaplatz würden an Kraft verlieren. Vielmehr schlagen wir vor, den Rathausplatz neu zu denken und zu gestalten. Der ehemalige Niddaplatz – nun neu gedacht als Niddahof – wird frei als Entwicklungsfläche für wichtige Programme in der Ortsmitte wie z.B. ein soziales Zentrum. Die Höfe sind wichtige Identitätsträger der Grötzinger Baustruktur und bieten aus unserer Sicht enorme Potenziale für eine zukünftige Nutzung. Ziel ist die Etablierung eines Netzes an öffentlichen wirksamen Höfen im Grötzinger Zentrumsbereich. Durch die Art der Nutzung kann die Belebung der Mitte erhöht und neue attraktive Orte für Bewohner und Gäste geschaffen werden.

Verfasser: STUDIO . URBANE STRATEGIEN, UTA ARCHITEKTEN UND STADTPLANER
Team S.US: Martina Baum, Christiane Kolb
Auftraggeber: Stadt Karlsruhe
Zeitraum: 2016
Programm: Qualifikation und Aufwertung der Ortsmitte
Bearbeitung: Planungswerkstatt